Bodensee-Tipps
Mit dem E-Bike lässt sich die Bodenseeregion rund um Überlingen besonders schön entdecken: See, Weinberge, Wald, Aussichtspunkte und Einkehrziele verbinden sich zu entspannten Urlaubstagen.
Klaushausen ist dafür ein guter Ausgangspunkt: Sie wohnen ruhig oberhalb von Überlingen und sind schnell in Richtung See, Hödingen, Sipplingen, Bodanrück, Meersburg oder ins Hinterland unterwegs. Besonders reizvoll ist die Kombination aus E-Bike und Schiff. So lässt sich der Radius deutlich erweitern, und ein Teil der Strecke wird entspannt auf dem Wasser zurückgelegt.
Wichtig vorab: Bitte prüfen Sie vor jeder Tour aktuelle Sperrungen, Fahrpläne, Öffnungszeiten und die Fahrradmitnahme. Am Bodensee können Wege nach Regen, Erdrutschen oder Bauarbeiten kurzfristig gesperrt sein. Auf schmalen Wanderwegen gilt besondere Rücksicht: langsam fahren, Fußgänger passieren lassen, im Zweifel absteigen und Fahrräder nur dort nutzen, wo es erlaubt ist.
Die Landschaft rund um den Überlinger See ist wunderschön, aber nicht überall flach. Wer nur unten am Seeufer entlangfährt, teilt sich die Wege in der Saison oft mit vielen anderen Radfahrern und Spaziergängern. Wer dagegen etwas höher fährt – Richtung Hödingen, Sipplingen, Haldenhof, Bodanrück oder Meersburg – wird mit herrlichen Ausblicken belohnt.
Genau hier spielt das E-Bike seine Stärke aus. Steigungen werden machbar, längere Touren fühlen sich entspannter an, und man kann unterwegs leichter einen Abstecher einbauen: zum Aussichtspunkt, zum Hofcafé, zum Weingut oder zur Badestelle.
Auch für Genussradler ist das ideal. Es muss nicht immer eine sportliche Tour sein. Manchmal reicht eine Runde zum Uferpark, nach Nußdorf, nach Hödingen oder an die Promenade – mit Eis, Kaffee oder einem Glas Wein am Ende. Mehr Genussideen finden Sie auch in unseren Bodensee-Tipps.
Besonders schön sind Touren, bei denen man eine Strecke mit dem E-Bike fährt und die andere mit dem Schiff zurücklegt. Die Verbindung zwischen Überlingen und Wallhausen eignet sich dafür sehr gut. So kann man den Bodanrück und die andere Seeseite erkunden, ohne den kompletten Rückweg auf dem Rad fahren zu müssen.
Wichtig ist allerdings die Planung: Die Schiffe fahren saisonal und nicht rund um die Uhr. Wer das letzte Schiff verpasst, muss weiter nach Konstanz radeln und kann dort die Autofähre nach Meersburg nehmen. Von Meersburg sind es dann noch einige Kilometer zurück nach Klaushausen. Das ist machbar, aber deutlich länger als die entspannte Schiffsvariante.
Auch die Fahrradmitnahme sollte vorab geprüft werden. Auf der Verbindung Überlingen–Wallhausen ist Fahrradmitnahme grundsätzlich möglich, aber meist kostenpflichtig. Die Echt Bodensee Card ist sehr praktisch für Bus und Bahn, gilt aber nicht für die Schiffe.
Unser Tipp: Vor dem Start den Fahrplan speichern oder fotografieren, die letzte Rückfahrt markieren und genügend Puffer einplanen. Einkehr, Badestopp oder Fotopause dauern im Urlaub oft länger als gedacht.
Diese Tour ist eine schöne Mischung aus Seeufer, Höhenwegen, Wald, Burgstimmung, Einkehr und Schifffahrt. Sie ist mit dem E-Bike gut machbar, mit einem normalen Fahrrad aber sportlich – vor allem wegen der Steigungen am Bodanrück.
Von Klaushausen starten Sie in Richtung Sipplingen. Statt direkt unten am See entlangzufahren, lohnt sich zuerst der Weg nach Hödingen. Dort ist es meist ruhiger als am Seeufer, und der Blick von oben über den Überlinger See ist wunderbar.
Zwischen Hödingen und Sipplingen bietet sich ein erster kurzer Stopp am Hirmgässle oder an einer der Aussichtsbänke an. Von dort sieht man hinüber Richtung Bodanrück – und bei klarer Sicht auch ungefähr dorthin, wo später das Tagesziel liegt: der Burghof oberhalb von Wallhausen. Von weitem wirkt das Gebäude fast wie eine kleine Burg, die aus dem Wald ragt.
Danach geht es bergab Richtung Sipplingen. Durch die kleinen Straßen des Ortes erreicht man das Bodenseeufer und folgt dem Radweg weiter über Ludwigshafen nach Bodman.
In Bodman biegt die Tour Richtung Bodanrück ab. Jetzt merkt man, warum ein E-Bike so angenehm ist: Es geht spürbar bergauf. Je nach gewählter Route können Abschnitte schmal, steil oder eher wanderwegartig sein. Bitte achten Sie hier besonders auf Beschilderung, Wegzustand und Rücksicht gegenüber Fußgängern. Im Zweifel lieber absteigen und schieben.
Oben angekommen lohnt sich ein Stopp an der Burgruine Altbodman. Die Ruine liegt verwunschen im Wald. Man kann einen kleinen Spaziergang machen und sich vorstellen, wie das Leben hier im Mittelalter ausgesehen haben mag. Der Wald rund um die Ruine hat etwas Mystisches – fast so, als könnte hinter dem nächsten Baum ein Gnom hervorschauen oder eine kleine Elfe vorbeifliegen.
Von der Burgruine folgen Sie den Schildern Richtung Hof Höfen, Dettingen und Wallhausen. Die Wege führen durch Wald und über den Bodanrück. Bei Hof Höfen gibt es eine Einkehrmöglichkeit, aber das eigentliche Ziel dieser Tour ist der Burghof.
Der Burghof Wallhausen liegt idyllisch im Grünen oberhalb des Bodenseeufers. Wenn geöffnet ist, kann man dort im kleinen, gemütlichen Garten eine Pause machen, etwas trinken und sich stärken. Die Öffnungszeiten sind saisonal und nicht täglich – deshalb vor der Tour unbedingt prüfen.
Nach der Pause geht es hinunter nach Wallhausen. Direkt bei der Schiffsanlegestelle kann man ebenfalls am Wasser einkehren, falls der Burghof geschlossen ist oder die Zeit bis zur Abfahrt überbrückt werden soll.
Von Wallhausen fährt man dann mit dem Schiff zurück nach Überlingen. Diese Rückfahrt ist der entspannte Abschluss der Tour: E-Bikes an Bord, hinsetzen, See genießen und die Strecke auf dem Wasser zurücklegen.
Wichtig: Die letzte Abfahrt rechtzeitig prüfen. Wer sie verpasst, muss weiter nach Konstanz und von dort mit der Autofähre nach Meersburg übersetzen. Von Meersburg geht es dann weiter zurück nach Klaushausen – schön, aber deutlich länger.
Diese Tour ist kürzer, aber landschaftlich sehr reizvoll. Sie führt von Klaushausen Richtung Goldbach und hinauf zur Gletschermühle. Von dort öffnen sich großartige Blicke über den See und Richtung Bodanrück.
Die Tour eignet sich auch als Wanderung. Mit dem Fahrrad oder E-Bike ist ein geländegängiges Rad von Vorteil, weil manche Abschnitte über Feldwege oder holprige Pfade führen können. Wer unsicher ist, bleibt auf befestigten Wegen oder steigt auf schmalen Passagen ab.
Von Klaushausen geht es zunächst Richtung Goldbach, vorbei am Krankenhaus und am Salem College. In Goldbach hält man sich Richtung Hödingen und folgt dann dem Weg hinauf durch die Weinberge zur Gletschermühle. Sobald man die asphaltierte Straße verlässt, beginnt der ruhigere Teil der Tour.
Oben angekommen lohnt sich eine Pause. Der Blick über den Bodensee ist großartig – besonders Richtung Bodanrück.
Die Gletschermühle bei Überlingen ist ein seltenes Naturdenkmal. Sie entstand während der Eiszeit durch Schmelzwasser und Gesteinsbrocken, die in kreisender Bewegung einen großen Kessel ausschliffen. Heute ist sie ungefähr 20 Meter breit und etwa 10 Meter tief.
Allein die Lage macht den Ort besonders: oberhalb des Sees, am Rand der Weinberge, mit weitem Blick in die Landschaft.
Von der Gletschermühle kann man weiter Richtung Hödingen und auf Abschnitten des SeeGang beziehungsweise der umliegenden Wege unterwegs sein. Hier ist allerdings Vorsicht gefragt: Der SeeGang ist in erster Linie ein Wanderweg. Schmale Pfade, steile Abschnitte und Begegnungen mit Fußgängern erfordern Rücksicht. Bitte nur dort fahren, wo Radfahren erlaubt ist, und in engen Bereichen absteigen.
Der Hödinger Tobel ist landschaftlich sehr schön, war beziehungsweise ist aber immer wieder durch Erdrutsche oder Wegschäden gesperrt. Deshalb sollte man ihn nur einplanen, wenn er offiziell freigegeben ist. Auch wenn eine Durchquerung nicht möglich ist, lohnt sich die Gegend für Aussicht, Wald, Weinberge und kurze Varianten.
Je nach Wegzustand und Lust fährt man zurück Richtung Seeufer und dann über Überlingen wieder nach Klaushausen. Sehr schön ist es, zum Abschluss noch durch die Stadt oder an die Promenade zu fahren und sich ein Eis zu gönnen.
Diese Runde ist kein klassischer flacher Radweg, sondern eher eine kleine Entdeckertour im Grünen. Genau das macht ihren Reiz aus: weniger Trubel, schöne Ausblicke und das Gefühl, Überlingen einmal von oben und abseits der Hauptwege zu erleben.
Neben den beiden beschriebenen Touren gibt es viele kürzere und längere Varianten. Einige eignen sich eher für Genussradler, andere für sportlichere Gäste.
Eine schöne kleinere Runde führt von Klaushausen nach Hödingen – zum Beispiel mit Einkehr im Hofcafé Vogler. Je nach Kondition kann man daraus eine kurze E-Bike-Tour, einen Spaziergang oder eine Kombination machen. Die ländliche Umgebung, Obstwiesen und Ausblicke machen diese Runde besonders angenehm.
Diese Tour führt Richtung Nußdorf, weiter nach Unteruhldingen und zur Wallfahrtskirche Birnau. Sie verbindet Seeufer, Kultur und schöne Aussichtspunkte. Gut kombinierbar mit dem Auto & Traktor Museum, den Pfahlbauten oder einem Badestopp.
Eine sehr schöne Genusstour führt Richtung Meersburg. Besonders empfehlenswert ist ein Stopp beim Rebgut Haltnau direkt am Wasser. Dort kann man im Biergarten oder Restaurant einkehren und anschließend einen kleinen Spaziergang in die Weinberge machen.
Mit dem E-Bike ist auch das Weingut Aufricht bei Meersburg-Stetten ein schönes Ziel. Die Besenwirtschaft Fräulein Seegucker liegt idyllisch in den Weinbergen mit Seesicht. Für Weinliebhaber ist das ein wunderbarer Genuss-Stopp – Rückfahrt bitte entsprechend planen.
Richtung Sipplingen lassen sich Aussicht und Baden gut verbinden. Wer höher fährt, kann den Haldenhof oder Aussichtspunkte oberhalb des Sees einplanen; wer lieber ans Wasser möchte, fährt zum Naturbadestrand Sipplingen.
Je nach Fahrplan lassen sich Schiffe gut in die Tourenplanung einbauen. Das gilt nicht nur für Wallhausen, sondern auch für Ausflüge Richtung Mainau, Meersburg, Konstanz oder Reichenau. Wichtig ist immer die Frage: Wird das Fahrrad mitgenommen, wann fährt das letzte Schiff, und wie kommt man im Zweifel zurück?
Weitere Ideen für Ausflüge, Badestellen und Einkehr finden Sie gesammelt in unseren Bodensee-Tipps.
Übernachtungsgäste in Überlingen erhalten die Echt Bodensee Card. Damit können Busse und Bahnen im bodo-Gebiet kostenlos genutzt werden. Das ist sehr praktisch, wenn man das Auto stehen lassen oder eine Tour abkürzen möchte.
Für Fahrräder gilt: In Zügen im bodo-Gebiet ist die Fahrradmitnahme häufig kostenlos, werktags allerdings in der Regel erst ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ganztägig. In Bussen ist die Fahrradmitnahme dagegen grundsätzlich nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Auf Schiffen gilt die Echt Bodensee Card nicht als Freifahrtschein; Fahrradmitnahme und Schiffstickets müssen separat geprüft und bezahlt werden.
Unser Tipp: Bei E-Bike-Touren die EBC als Plan B mitdenken – aber nicht darauf verlassen, dass Fahrradmitnahme überall spontan möglich ist. Besonders in der Hauptsaison kann es eng werden.
| Thema | Tipp |
|---|---|
| Akku | Vor dem Start vollständig laden und bei längeren Touren sparsam fahren |
| Wege | Aktuelle Sperrungen prüfen, besonders Tobel, Waldwege und Uferwege |
| Schiff | Fahrplan, letzte Rückfahrt und Fahrradmitnahme vorab klären |
| Sicherheit | Auf schmalen Wanderwegen absteigen, Rücksicht nehmen, Helm tragen |
| Wetter | Nach Starkregen Wald- und Tobelwege meiden |
| Einkehr | Öffnungszeiten prüfen, besonders Burghof, Besenwirtschaften und Hofcafés |
| Parken | Wenn möglich direkt ab Klaushausen starten und Auto stehen lassen |
| Baden | Badesachen einpacken – ein kurzer Badestopp passt fast immer |
| Essen | Genügend Wasser und einen kleinen Snack mitnehmen |
| Lust auf ... | Empfehlung |
|---|---|
| Große Runde mit Schiff | Burghof Wallhausen und Schiff zurück |
| Kurze Aussichtstour | Goldbach, Gletschermühle und zurück über Überlingen |
| Genuss und Kuchen | Hödingen / Hofcafé Vogler |
| Wein und Seeblick | Aufricht / Fräulein Seegucker oder Haltnau |
| Baden | Uferpark, Nußdorf, Sipplingen |
| Kultur | Birnau, Unteruhldingen, Meersburg |
| Ruhigere Wege | Höhenwege statt Seeufer in der Hauptsaison |
| Familien mit Jugendlichen | Kürzere Touren, Uferpark, Nußdorf oder Birnau |
Mit dem E-Bike öffnet sich rund um Überlingen ein großer Radius: Seeufer, Aussichtspunkte, Tobel, Weinberge, Burgruinen, Einkehrziele und Schiffsverbindungen lassen sich wunderbar kombinieren. Besonders schön sind Touren, bei denen man nicht nur Strecke macht, sondern Pausen einplant – für Aussicht, Kaffee, Wein, Baden oder einfach einen Moment am See.
Unsere persönlichen Favoriten sind die Tour zum Burghof mit Rückfahrt per Schiff und die kleinere Runde über Goldbach, Gletschermühle und Seeblick. Beide zeigen, was die Region rund um Klaushausen so reizvoll macht: kurze Wege, viel Natur, überraschende Aussichten und immer wieder der Bodensee.
Unterkünfte
Sie planen Urlaub in Überlingen am Bodensee und möchten die Region aktiv entdecken? In Klaushausen wohnen Sie ruhig, grün und flexibel – ein idealer Ausgangspunkt für E-Bike-Touren, Ausflüge und entspannte Abende auf der Terrasse.